Frühlingsgefühle

Quelle: youtube

Endlich Frühling, das heißt endlich wird die Luft und uns ums Herz wieder warm, die Blumen beginnen zu blühen und das Leben macht wieder Spaß. In Lucy Roses Fall heißt das raus aus London und ab in die Natur. Wobei die schlanke Engländerin beim Zerschlagen von an Bäumen baumelden Fernsehern und Bändigen von gigantischen Rasenmähern im Abendkleid ein wenig deplatziert wirkt, weil das so gar nicht zu ihrer zarten und zerbrechlichen Stimme passt. Weiterlesen

Augen zu und durch

Thriller, Horror, Splatter – geht nicht. Ich vertrage nichts, was mich zum Zittern oder Schwitzen bringt. Neben den seelischen Auswirkungen befeuert Spannung meinen Hang zum Nägel beißen. Erst wenn alles Keratin samt Nagelwall verspeist ist oder Casey, Gale und Tatum erledigt sind, ist ans Aufhören zu denken. Warum sollte man – oder insbesondere ich – also trotzdem “Ein Akt der Gewalt” von Ryan David Jahn lesen, obwohl auf dem Titel blutrot “Thriller” prangt? Weil das Buch nicht nur bloße Angst schürt, sondern auf einer wahren Begebenheit beruht. Weiterlesen

Die Sache mit der Liebe…

Im Normalfall folgt auf eine Trennung eine Wiedervereinigung. Doch die Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschland bedeutet für den eingefleischten Wessi Benjamin eine katastrophale Trennung. Nämlich die von seiner ersten und einzigen großen Liebe Victoria. Als 1989 die Mauer fällt, befindet sich seine Klasse gerade in Irland auf einem Schüleraustausch, muss aber einige Tage später die grüne Insel verlassen, um beim historischen Supergau in der Heimat hautnah dabei zu sein. Weiterlesen

Liebe Bachelorarbeit,

schon jetzt bist du mir ungeheuer und nicht gerade meine große Leidenschaft. Eigentlich müsste ich mich dir voller Hingabe und Inbrunst widmen. Dir Aufmerksamkeit schenken, dich ehrfürchtig betrachten, ja, vielleicht sollte ich etwas mehr Respekt vor dir haben. Ich kann nicht behaupten, dass ich nicht an dich denke. Ich träume sogar nachts von dir. Du bist in meinen Gedanken, bevor ich einschlafe und mein erster Gedanke am Morgen, bevor ich überhaupt richtig wach bin. Du bist immer bei mir. Unbewusst und bewusst. Weiterlesen

Hysterie in Vollendung

„Kinder, glaubt ihr, dass ich euch liebe“, will die Mutter wissen. Als Grégoire antwortet „Vielleicht liebst du uns ein bisschen zu sehr“, versucht sie sich aus dem Fenster zu stürzen. Das ist der Beginn der Geschichte einer Kindheit. Einer traurigen Kindheit. Der Kindheit von Grégoire Bouillier. Der autobiografische Roman „Ich über mich“ beginnt genauso spektakulär wie es das ganze Buch ist. Im Laufe des Romans häufen sich die Selbstmordversuche der sexbesessenen, schlagenden und hysterischen Mutter, bis ihr der Sprung aus dem Fenster am Ende gelingt. Weiterlesen

Quelle: youtube.com

The Thirst verwöhnen mit diesem Gute-Laune-Clip nicht nur die Augen, sondern schenken unseren Lauscherchen auch ein ohrwurmverdächtiges „Set it alight”, das richtig Lust auf Frühling macht. Die vier gutaussehenden Jungs aus Brixton, London produzieren seit 2005 Musik und sind in der Indie- und Rockszene schon lange keine „No-Name-Band” mehr. Weiterlesen

Darf ich vorstellen, WOODKID

Quelle: facebook.com/woodkid

Quelle: facebook.com/woodkid

 Mit nahezu 8 MIllionen Klicks auf Youtube gilt „Iron“, das großartige Musikvideo von Yoann Lemoine (*1983) alias WOODKID (der Name passt ja sowas von in unser Programm), wohl schon als „Mainstream“. An wem der Clip bisher dennoch vorbei geschrammt sein sollte: Bitte einmal hier klicken, Curser auf Play und Kinnlade fixieren.

Sieht sich wie „300“ mit weniger muskulösen Oberkörpern, auf 3:46 komprimiert und beeindruckt, überwältigt, fixt an, oder? Sehr schön, dann jetzt mehr über den Mann: Weiterlesen

Die Sichtbarkeit des Unsichtbaren

‘Homage to Yves Klein: Levitation (Man)’, 2011; Foto: Annette Kradisch

Susan Hiller zählt zu den einflussreichsten Künstlerinnen Englands. Trotzdem ist sie relativ unbekannt. „From Here to Eternity“ in der Kunsthalle Nürnberg ist die erste umfassende Einzelausstellung der gebürtigen Amerikanerin in Deutschland. Schon beim Betreten des ersten Raumes wird ihr Konzept deutlich. Es geht um das Übernatürliche, um Träume und Visionen. Weiterlesen

Lieber Mann von Heute,

seltsam, dass ich dich nach diesem Wochenende noch nicht angezündet habe und qualvoll verbrennen ließ. Wo sind deine Manieren geblieben, deine Höflichkeit und wenn das schon nicht, warum ist dann nicht mal der Respekt vor dir selbst geblieben? Irgendwo hinter dem letzen Bier, dem Platzhirschgehabe, dem Silberrückengeprolle verschütt gegangen, was? Weiterlesen

Kreative Irrungen und Wirrungen

Ich war nie besonders kreativ. Wollte es aber unbedingt sein. Schon immer. Besonders die Tatsache, dass meine Freunde beinahe alle irgendein künstlerisches Talent besitzen, hat mich gewurmt. Ich kam mir minderwertig vor. Nicht würdig, Kreatives zu schaffen und dafür bewundert zu werden. Früher, ja, da konnte ich wenigstens Jonglieren oder Einrad fahren, was natürlich nicht als kreativ durchgeht, mich aber trotzdem hat mitreden lassen. Weiterlesen